Gemeinde Bremen-Neustadt

Türen auf? Ja, bitte!

Eine-Welt-Laden

Eine-Welt-Laden in der Neustadt

Den Eine-Welt-Laden in der Gemeinde Neustadt organisiert Hannelore Döring. Sie öffnet den Laden, wenn in der Kirche Zion Gottesdienste, Konzerte oder Veranstaltungen stattfinden. 
Dann muss man nur die halbe Treppe hochgehen und kann im Turmzimmer schöne Dinge erstehen.
Verkauft wird auch auf den Festen und Basaren unserer ganzen Gemeinde.
Und braucht man etwas außerhalb dieser Öffnungszeiten, dann ist Hannelore immer ansprechbar. 

Haben Sie eine Frage?
Dann melden sie sich bei Hannelore: 0421 – 550687

Und nun einige ganz grundsätzliche Informationen:

Was ist ein Eine-Welt-Laden?

Weltläden sind Fachgeschäfte für fairen Handel. Sie haben das Ziel, den Warenumschlag zwischen den Ländern des Südens und des Nordens in der Welt gerechter zu gestalten.
Deshalb verkaufen Weltläden fair produzierte und vertriebene Produkte, beteiligen sich an politischen Kampagnen und leisten dabei Aufklärungs- und Bildungsarbeit.

So begann es…

Die Idee des fairen Handels hat in Deutschland wie bereits zuvor in den USA einen kirchlichen Ursprung. Es begann mit dem Verkauf von Schokolade, Kaffee und Jutetaschen auf Basaren und Märkten von Gemeinden. 
In Südamerika wurden schon 1946 die erste Fair-Trade-Organisation von nordamerikanischen Mennoniten und Brethren in Christ gegründet. In den Anfängen wurden aus dem Kofferraum eines Autos Handarbeiten aus Südamerika verkauft. Unter dem Namen „Ten Thousand Villages“ existiert die Bewegung bis heute.
In den USA wurde dann 1958 der erste Fair Trade Shop eröffnet.
In Deutschland organisierten katholiche und evangelische kirchliche Jugendverbände Anfang der 70er Jahre in 70 Städten Hungermärsche mit 30.000 Teilnehmer*innen. Es war eine heftige Kritik gegen die damalige deutsche Entwicklungspolitik.
Aus dieser Bewegung heraus entstand 1971 die „Aktion Dritte Welt Handel“. Die verkaufte Ware wurde Gegenstand politischen Lernens: „Lernen durch Handeln“: Wie wird Schokolade hergestellt? Was wissen über Kaffee?
Zu dieser Zeit entstanden dann auch die ersten Weltläden in Deutschland, die als feste Ladengeschäfte organisiert wurden. Und die größeren Importorganisationen entstanden ebenfalls: GEPA – The Fair Trade Company oder El Puente GmbH. Teilweise beziehen Läden und Gemeinden ihre Waren auch direkt von Kleinbauernkooperativen und Genossenschaften in den Entwicklungsländern.

Und dann?

1981 wurde der „Dritte Welt Laden“ schließlich in „Eine Welt Laden“ umgetauft. Dritte Welt – dieser Titel ist abwertend und disqualifizierend. Er vermittelt eine Rückständigkeit dieser Weltgegenden und verschweigt die Verantwortung der reichen Länder und ihrer brutalen Kolonialgeschichte.
1985 gab es bereits über 200 Weltläden. 1989 wurde in einem Testlauf erstmals GEPA-Kaffee im Supermarkt verkauft. Fair gehandelte Produkte brauchten aber ein verlässliches Gütesiegel, um das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen. 1992 wurde daher die Siegelorganisation TransFair in Köln gegründet. Daran waren die Kirchen zum Beispiel durch „Brot für die Welt“ maßgeblich beteiligt. 2003 wurde das grün-blaue Fairtrade-Logo international eingeführt.

7% des Fairen Handels laufen über Weltläden!

Über 800 Weltläden gibt es in Deutschland und überall ähneln sich die angebotenen Waren aus dem Süden: Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, Honig, Gewürze, Zucker, Fruchtsäfte und getrocknete Früchte, auch (Kunst-)Handwerk, Haushaltsartikel, Taschen, Musikinstrumente, Kleidung oder auch Hängematten.
Heute engagieren sich mehr als 30.000 Menschen regelmäßig in den etwa 800 Weltläden in Deutschland. Sieben Prozent des Fairen Handels laufen über die Weltläden.
Aber auch dass man heute fair gehandelte Produkte in 36.000 Supermärkten, Bio- und Naturkostläden und Discountern kaufen kann, ist hauptsächlich Fairtrade zu verdanken.

Back to top