„Tanzen über dem Abgrund“
Der Dokumentarfilm „Tanzen über dem Abgrund“ begibt sich auf die Spuren der Geschichte der „Ghetto Swingers“, einer Jazz-Combo aus dem Ghetto Theresienstadt. Die „Ghetto Swingers“ unter ihrem Bandleader Bedřich (Fritz) Weiss setzten sich aus jüdischen Inhaftierten zusammen, die moderne Swing-Klänge in die geschlossenen Grenzen des Ghettos Theresienstadt brachten. Dabei wird ihr Werdegang von der Gründung der Band bis hin zu ihrer Vernichtung durch die deutschen Gaskammern aufgezeigt. Ihre zeitgenössische Bedeutung wird ebenso thematisiert wie die Erinnerung an sie, sowohl über ihr musikalisches Erbe als auch über Zeitzeug:innen. Der Film beleuchtet die Kraft der Musik an einem Ort des nationalsozialistischen Unrechts, die der propagandistischen Ausnutzung der Band durch das NS-Regime und der Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau trotzt.
Regie führen die bekannten tschechischen Filmemacher Marek Jícha und Josef „Pepi“ Lustig. Fachlich wird der Film begleitet von den Historiker:innen Petr Koura und Šárka Jarská. Als zentraler Schauspieler fungiert der tschechische Tanzlehrer Jan Onder, der über den zweimaligen Gewinn der TV-Show StarDance nationale Bekanntheit erreicht hat. Die Filmpremiere fand am 28.09.2025 im Kino Atlas in Prag statt.
Tanec nad propastí, CZ, 2025, 62 min
Regie: Josef Lustig, Marek Jícha
19 h Beginn der Veranstaltung mit Diskussion | 20 h Filmbeginn | 21 h Tanz
Die Veranstaltung ist kostenfrei.