Gemeinde Bremen-Neustadt

Türen auf? Ja, bitte!

Friedensgebete | Mittwoch | 18 Uhr

Krieg in Europa

Erschrocken und fassungslos erleben wir einen Krieg in Europa. Putin lässt das Nachbarland Ukraine überfallen, viele Menschen sterben, viele Menschen müssen vor der Gewalt fliehen. Durch diesen Krieg werden Verbindungen zwischen Europa und Russland zerstört

Als Kirchengemeinde beschäftigt uns das Geschehen sehr. Wir denken an die Menschen in der Ukraine, beten für sie und spenden Geld sowie notwendige Dinge. In allen unseren Gottesdiensten thematisieren wir den Konflikt.

Friedensgebete am Mittwoch | 18 Uhr

An jedem Mittwoch laden wir zu Friedens-Andachten ein. Wir wollen schweigen, singen, Bibeltexte lesen, beten, uns austauschen. Wir wollen gemeinsam nach der Hoffnung suchen und der Fassungslosigkeit und Ohnmacht einen Ort schenken. Das nächste Friedensgebet findet am Mi. 29. Juni um 18:00 Uhr in Matthias-Claudius statt.

Was wir sonst noch tun…

Auch in unserem nächsten Gemeinde-Gottesdiensten wird es immer weieder um Frieden und Krieg, um Gebete und Hoffnung gehen.

Wir werden Geflüchteten helfen, die nach Bremen und in die Neustadt kommen. Wir denken auch an die russischen Soldaten, die in einen sinnlosen Krieg geschickt werden.

Mit den Konfirmand*innen arbeiten wir zum Thema. Alle Jugendlichen sind erschrocken, wütend und verzweifelt. Wir formulieren Gebete und malen Transparente, wir spüren, wie brüchig und wichtig der Frieden ist. Wir fühlen uns machtlos und möchten doch so sehr etwas tun, damit dieser Krieg aufhört.

Das Bild, auf dem sich unten russische und ukrainische Hände reichen, haben die Konfirmandinnen Adrina und Marianne gemalt. Vielen Dank an die Beiden!

Völkerverständigung (Adrina & Marianne, März 2022)

One thought on “Friedensgebete | Mittwoch | 18 Uhr

  1. Dieses Bild der Händchenhaltenden, das zum Titelbild der Ausgabe 54 wurde, ist für jeden Ukrainer sehr beleidigend. Es geht nicht um ein „Missverständnis“ oder einen „Konflikt“, bei dem sich die Nationen zusammensetzen und darüber reden müssen, wie man ihn lösen kann. Es geht darum, dass ein Land brutal in ein anderes Land eindringt, es bombardiert, tötet, bombardiert, vergewaltigt, verbotene Waffen benutzt und plündert.

    Ein solches Bild ist so, als würde man einen Mörder oder einen Vergewaltiger malen, der sein Opfer umarmt. Es ist völlig respektlos gegenüber allen, die durch die russische Armee gestorben sind, gegenüber allen, die gefoltert, getötet, vergewaltigt, traumatisiert oder entführt wurden.

    Stellen Sie sich vor, Sie würden ein Bild von einer Hand mit einem Nazi-Symbol posten, die eine Hand mit einem Judenstern darauf hält. Das ist es, was wir, die Ukrainer, sehen, wenn wir uns Ihr Bild ansehen.

    Die Russen begehen schon seit Jahren Völkermord an den Ukrainern, und dieses Bild unterstützt nur den russischen/sowjetischen Propagandamythos von „brüderlichen Nationen“ und „Konflikten“.

    Ich bin traurig und wütend, weil es 99 Tage her ist, dass Ukrainer gegen das Böse gekämpft haben, gestorben sind und versucht haben, ihre Heimat zu verteidigen. Es ist 99 Tage her, dass wir mitten in Europa einen ausgewachsenen Krieg haben, aber offensichtlich haben nicht alle verstanden, worum es geht.

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